Island war in den Eiszeiten fast vollständig vergletschert. Noch heute bedecken zahlreiche Gletscher 11,6 er Landesoberfläche. Der Gletscher mit dem größten Eisvolumen Europas ist der Vatnajökull. Seine Eiskappe ist bis zu 900 m dick. Die Landschaft ist einerseits durch Vulkanismus geprägt, der aufgrund der Überlagerung des Mittelatlantischen Rückens und des Island-Plumes besonders produktiv ist, andererseits auch durch den Wasserreichtum, die zahlreichen Wasserfälle Islands, darunter der wasserreichste Europas (Dettifoss), Flüsse und Seen. Das Isländische Hochland im Zentrum der Insel bildet eine Periglazial-Wüste und ist unbewohnt. Die Küstenlinie, deren Länge 4970 km beträgt, ist im Bereich der Fjorde stark zerfurcht. Island ist sehr dünn besiedelt: Auf 40 km² befinden sich im Schnitt zwei bis vier Häuser. Die höchste Erhebung der Insel ist der Hvannadalshnukur mit 2110 m. Ihr tiefster Punkt liegt auf Meereshöhe.
Das Klima ist ozeanisch kühl, geprägt vom relativ warmen Irmingerstrom (5 °C) an der Südküste und vom kalten Grönlandstrom an der Nordost- und Nordwestküste. Die Niederschläge betragen bis zu 2000 mm im Jahr.
Aufgrund des warmen Golfstroms ist das Klima in Island wärmer als in anderen Regionen dieser Breitengrade. Die Winter sind vergleichsweise mild und die Sommer eher kühl. In den letzten Jahrzehnten ist ein leichter Anstieg der Durchschnittstemperaturen zu verzeichnen, was sich am Rückzug einzelner Gletscherzungen bemerkbar macht und möglicherweise auf eine Klimaerwärmung zurückzuführen ist. Am wärmsten ist es auf der Nordatlantikinsel in der Zeit von Mitte Juni bis Ende August. Die niedrigste Monat-Durchschnittstemperatur wird im Januar gemessen.
Die geringsten Niederschläge fallen in Island in den frühen Sommermonaten, wobei es da signifikante lokale Unterschiede gibt. Im Nordosten ist es tendenziell eher trockener, da sich die von Süden kommenden Wolken häufig über dem 8100 km² großen Gletscher Vatnajökull ausregnen. Auch die Sonnenscheindauer ist daher etwa im Gebiet des Sees Mývatn etwas höher als in anderen Regionen des Landes.
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