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 Motorrad-TRIUMPH:

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Triumph Motorräder
Triumph ist der Markenname der Motorräder, die von der Triumph Motorcycles Limited in Hinckley (Großbritannien) hergestellt werden.

Triumph (gegr. 1886, erstes Motorrad gebaut 1902) ist die zweitälteste noch Motorrad produzierende Marke der Welt. Nach Husqvarna (gegr. 1889, erstes Motorrad gebaut 1903), vor Royal Enfield (gegr. 1893, erstes Motorrad gebaut 1901) und Harley Davidson (gegr. 1907, Motorrad gebaut 1903).

In der Produktion besteht eine Lücke von 1983 bis 1990, wobei die zwei produzierenden Unternehmen nur den Markennamen gemeinsam haben.


Triumph (GB) um 1910Das ursprüngliche Unternehmen The Triumph Cycle Company wurde 1886 von Siegfried Bettmann, einem deutschen Einwanderer aus Nürnberg in London, Großbritannien, gegründet. Ab 1889 wurden Fahrräder in Coventry hergestellt, 1902 dann das erste Motorrad, konstruiert von dem auch aus Nürnberg stammendem Ingenieur Maurice (Mauritz) Johann Schulte. Die Motoren stammten noch von den Motorenerzeugern Minerva (Belgien), Fafnir (Deutschland) und JAP (England). Bereits 1905 folgt dann die erste Triumph mit selbst hergestelltem Motor. Dabei handelte es sich um einen Einzylinder-Viertaktmotor mit 363 cm³ und drei PS. Ab 1907 findet das Rennen um die Tourist Trophy auf der Isle of Man statt und gleich bei der Erstauflage des Rennens belegt Triumph die Plätze zwei und drei. 1908 gewinnt Triumph mit dem Fahrer Jack Marshall die Tourist Trophy erstmalig.

Die britische Armee zog mit über 30.000 Triumph-H-Motorrädern in den Ersten Weltkrieg. Britische Motorräder von Marken wie BSA, Norton oder eben Triumph galten lange Zeit als die besten Motorräder der Welt. Nach dem Krieg sind im Werk in Coventry 3.000 Mitarbeiter beschäftigt, die wöchentlich gut 1.000 Einzylinder-Motorräder mit Zwei- und Viertaktmotoren mit 98 bis 500 cm³ fertigen.


Triumph 100 (D) (1933), Motor Sachs
Triumph 100 (D) (1933), Motor SachsDer Zweite Weltkrieg bricht aus. Bereits am 14.11.1940 wird das Werk in Coventry in der Priory Street beim Coventry Blitz durch die deutsche Luftwaffe völlig zerstört. In Meriden vor den Toren Coventrys wird die Firma neu aufgebaut, von dort verlassen bis zum Kriegsende 49.700 zumeist Militär-Motorräder die Fertigungsstätte. Die Produktion ziviler Maschinen startet wieder 1946. 1951 wird Triumph durch BSA übernommen, bleibt aber eigenständig.

In den 50er und 60er Jahren begeisterten Triumph-Motorräder Zuschauer in vielen Filmen unter anderem mit Steve McQueen, Marlon Brando oder Clint Eastwood. Besonders durch das Rocker-Drama "The Wild One" (1953), in dem Marlon Brando eine Speed Twin 500 fährt, wurde der filmische Ruhm begründet. 1966 verdrängt Triumph bei dem Rennen in Daytona erstmalig Harley-Davidson von dem bis dato dem amerikanischen Hersteller vorbehaltenen ersten Platz.

Mit dem Aufkommen der damals technisch überlegenen japanischen Motorräder, darunter besonders Honda mit der berühmten CB 750 Four, in den 1960ern geriet das Unternehmen in Schwierigkeiten. 1969 kommt die erste Dreizylinder-Maschine (Trident 750), die jedoch nicht an den Erfolg der früheren Modelle anknüpfen kann, auf den Markt. Um zu überleben, schloss sich der BSA-Konzern mit Norton Vielliers zu Norton-Vielliers-Triumph (NVT) zusammen. Als NVT am 17.07.1973 beschließt, das Werk in Meriden zu schließen, wird Triumph noch am selben Abend von der Belegschaft besetzt. Erst im November 1974 wird die Besetzung aufgehoben, der Arbeitskampf selbst ist jedoch erst am 06.03.1975 beendet. Das Werk wird fortan von den Mitarbeitern selbst als Meriden Workers Co-Operative weitergeführt. 1983 war die Co-Operative finanziell am Ende, das Stammwerk in Meriden wurde geschlossen und später abgerissen.


Triumph Trident 900 Bj. 19961990 begann ein Neuanfang in Hinckley, Großbritannien, durch den Unternehmer John Bloor, der 1983 die Markenrechte erworben und "auf der grünen Wiese" eine neue Fabrik erbaut hatte. Bereits 1984 startete die Entwicklung einer völlig neuen Produktfamilie. Die ersten Modelle aus Hinckley werden 1990 bei der Internationalen Fahrrad- und Motorradausstellung (IFMA) in Köln dem breiten Publikum vorgestellt. Dabei handelte es sich um die Dreizylinder-Modelle Trident 900 und Trophy 900. Die ersten 100 Serienmaschinen waren jedoch die Vierzylinder Trophy 1200 First Edition mit den Rahmennummern 011 bis 110 und eigenhändig von Mr Bloor unterschriebener Besitzurkunde. Für ihn scheint Triumph auch eine Frage des Nationalstolzes zu sein: auf allen neuen Maschinen prangt stolz der Union Jack , zumindest seit 1993.

Ein optisches und technisches Highlight ist die Triumph Daytona Centennial, die zum 100-jährigen Bestehen im Jahre 2002 vorgestellt und 2002 und 2003 für ca. 13.000€ verkauft wurde.

Auch aktuelle Triumphs spielten schon im Film mit: in "Mission: Impossible II" liefert sich Tom Cruise auf einer Speed Triple eine wilde Verfolgungsjagd mit einem Bösewicht auf einer Daytona 955i. 2004 stellte Triumph d...
 - [12.07.2006]





  
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