Die Automarke Mercedes-Benz entsteht 1926 mit dem Zusammenschluss der „Daimler-Motoren-Gesellschaft“ von Gottlieb Daimler und der Benz & Cie von Carl Benz. Die PKW dieser Marke gehören heute zusammen mit smart und Maybach zur Mercedes Car Group der DaimlerChrysler AG. Die Marke Mercedes-Benz wurde nach der Tochter des Geschäftsmanns Emil Jellinek benannt, welcher im Jahre 1900 36 Fahrzeuge zum Gesamtpreis von 550.000 Mark bei der Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) in Cannstadt bei Stuttgart bestellt.
1902 wird die Marke Mercedes geschützt. Der Mercedes-Stern, bis heute das meistbestellte Ersatzteil, wird seit 1910 als Kühlersymbol verwendet und symbolisiert die Motorisierung zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Im Rennsport zählt Mercedes von Anfang an zu den führenden Teams. Anfang der 50er Jahre beherrscht die Marke mit dem legendären Silberpfeil die Rennstrecken der Welt. Neben dem Engagement mit den überarbeiteten Rennwagen W 196 in der Formel 1 geht Mercedes-Benz 1955 mit den Tourenwagen 300 SL sowie dem neu entwickelten Rennwagen 300 SLR auf Siegerkurs. Zum Kreis der Werksfahrer gehören berühmte Namen wie Juan Manuel Fangio, Hans Herrmann und Stirling Moss.
Nach einem folgenschweren Unfall am 11. Juni 1955 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans zieht sich Mercedes vorübergehend aus dem Rennsport zurück. Danach sind es vor allem die Sechszylinder-Limousinen 220 SE und 300 SE sowie der Sportwagen 300 SL, die auf den Straßen und Schotterpisten der Welt von sich reden machen. Ein äußerst konkurrenzfähiges Fahrzeug dieser Ära war der Mercedes 230 SL, auch als Pagode bekannt.
Erst 1984 zeichnet sich wieder eine aktive Teilnahme von Daimler-Benz im internationalen Motorsport ab. Mit dem 300 PS leistenden 190 E 2.3-16 nehmen 1986 einige Privatteams, darunter auch die Abteilung Mercedes Tuning AMG, in der Gruppe-A-Meisterschaft teil. Zwischen 1986 und 1996 avanciert Mercedes-Benz mit seinen schnellen 190-E- und C-Klasse-Rennwagen zur erfolgreichsten Marke der gesamten DTM/ITC-Zeit. 1995 erfolgt ein Wiedereintritt in die Formel 1, wo das Team McLaren-Mercedes zu den Spitzenreitern zählt. Bereits 1998 und 1999 führt Mika Häkinnen das Mercedes-Team zum Weltmeistertitel.
Außerhalb der Rennstrecke erzielt Mercedes großartige Erfolge, die sich in den Verkaufszahlen und der breiten Modellpalette widerspiegeln. Das wohl spektakulärste Nachkriegsmodell ist der Mercedes 300 SL, ein legendärer Sportwagen, der als Coupé mit Flügeltüren und als Roadster erhältlich ist. Das unverkennbare Design des Mercedes SL spiegelt sich in den sportlichen Nachfolgern Mercedes SLK, CLK und SLR wider. 1973 wird das erste Modell der luxuriösen Mercedes S-Klasse eingeführt, eine Limousine mit doppelten Stoßstangen und sehr viel Chrom. Der Bezeichnung S-Klasse ist bis heute ein Synonym für die automobile Oberklasse.
1976 geht der W123, unter Liebhabern als letzter Chrombenz bekannt, erstmalig vom Fließband. Der W123 ist mit ca. 2,7 Mio. Stück das meistgebaute Mercedes-Modell überhaupt und gilt wegen seiner robusten Verarbeitung als begehrter Gebrauchtwagen. Das T-Modell ist die erste Kombi-Variante und als Diesel-Fahrzeug sehr geschätzt. Der W123 ist der Vorfahre der bis heute erfolgreichen Mercedes E-Klasse W210. Den zweiten Platz bei den Verkaufszahlen belegt mit ca. 1,9 Mio. Stück der von 1982 bis 1993 gebaute Mercedes 190 der Baureihe W201. Der 190er-Mercedes ist der günstige Einstieg in die automobile Mittelklasse und wurde umgangssprachlich auch Baby-Benz genannt. Als Einstieg in die Kompaktklasse folgt 1997 die A-Klasse, die trotz anfänglicher Schwierigkeiten (Elch-Test) zum Verkaufsschlager avanciert. 2005 wird mit der Präsentation der Mercedes B-Klasse die Lücke zwischen Kleinwagen und Minivan geschlossen. Trotz seiner kompakten Außenmaße verfügt die neue B-Klasse über ein überraschend großes Platzangebot.
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