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 Auto-Ligier:

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Allgemeine Informationen zur Marke Ligier
1969 gründet der ehemalige Formel-1-Pilot Guy Ligier die Firma Automobiles Ligier. Zunächst konzentriert Ligier sich ausschließlich auf den Bau des Sportwagen JS1, der mit einem Ford-Motor ausgerüstet ist. Der Wagen erlangt jedoch nicht die Serienreife. Ab 1970 folgt das Nachfolgemodell Ligier JS2 mit einem Motor von Ford, 1972 liefert die italienische Firma Maserati die Motoren. Der JS2 wird ein Erfolg. Im gleichen Jahr erhält Ligier den Zuschlag für die Produktion des CITROEN SM, der ebenfalls über einen Maserati-Motor verfügt.

Im Jahre 1976 wagt Guy Ligier die Rückkehr in den Grand-Prix-Sport, diesmal jedoch nicht als Fahrer, sondern als Teamchef. Motorenpartner wird die Firma Matra. Als Pilot des vorerst einzigen Wagens kann Ligier den französischen Formel-3-Champion von 1973, Jacques Laffite, verpflichten. Laffite hat zu diesem Zeitpunkt einige Formel-1-Rennen im Team von Frank Williams bestritten. Das Projekt ist auf Anhieb erfolgreich. Bereits im ersten Jahr wird Ligier mit nur einem Wagen Sechster in der Konstrukteurs-WM. Leider ist der Partner Matra nicht unbedingt der ideale Lieferant von Triebwerken: Die Motoren sind zu schwach und zu anfällig. Trotz aller Hindernisse kann das Ligier-Team im 1977 seinen ersten Grand-Prix-Sieg feiern.

Der Umstieg auf Ford im Jahre 1979 bringt dem Rennstall die größten Erfolge. Mit den Fahrern Patrick Depallier und Jacques Laffite kann Ligier drei Grand-Prix-Rennen gewinnen und erreicht Platz sechs in der Konstruktionswertung. 1980 wechselt Depailler zu Alfa Romeo und stirbt bei einer Testfahrt.

Didier Pironi wird neben Laffite zweiter Fahrer im Ligier-Team. Beide Fahrer holen 1980 jeweils einen Sieg und bringen dem Team den zweiten Platz in der Konstrukteurs-WM. Dies ist das beste Ergebnis in der Firmengeschichte. Im selben Jahr lagert Guy Ligier das Formel-1-Team in die neu gegründete Ligier Sport aus. In den folgenden Jahren verschläft man in der Ford-Motorenabteilung die Entwicklung der Turbomotoren und rutscht kontinuierlich auf die hinteren Plätze. Der Rückstand kann trotz aller Bemühungen über ein Jahrzehnt hinweg nicht mehr aufgeholt werden. 1992 landet Ligier einen genialen Coup, als man sich die überlegenen Renault-Motoren sichert, mit denen Williams zu dieser Zeit von Sieg zu Sieg eilt. Die Allianz erscheint so erfolgversprechend, dass Benetton-Teamchef Flavio Briatore 1994 kurzerhand das Team kauft, nur um sich die begehrten Motoren zu sichern.

Ende 1996 verkauft er den Rennstall an Alain Prost, der daraus das Team Prost macht. 1980 beginnt Ligier, sich ein zweites Standbein mit der Produktion von Kleinstfahrzeugen aufzubauen, die über Elektro- oder Verbrennungsmotoren verfügen. Aufgrund ihrer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h dürfen die Ligier-Kleinstfahrzeuge mit einem Führerschein der Klasse S, dem sogenannten Mopedführerschein, gefahren werden Dadurch wird bereits Jugendlichen ab 16 Jahren das Autofahren ermöglicht und gleichzeitig eine regensichere Variante zum Zweirad angeboten.

Die aktuelle Modellpalette von Ligier umfasst verschiedene Miniautos für jeden Zweck. Der Ligier Nova und der Ligier X-Too sind praktische Kleinstwagen für den City-Bereich. Dank der geringen Abmessungen findet man selbst im stark überlaufenen Stadtbereich einen Parkplatz. Der Ligier X-Pro ist ein Kleinlastwagen, der wegen seiner geringen Abmessungen gerade dort gefragt ist, wo Platzmangel herrscht. Enge oder niedrige Einfahrten und schmale Wege sind für den Ligier X-Pro kein Problem. Jedes Ligier-Miniauto besitzt einen sparsamen Zweizylindermotor, der als Diesel- oder Benzinvariante erhältlich ist. Der Ligier Optima Sun wird von einem umweltfreundlichen Elektromotor angetrieben. Die Ligier-Leichtkraftfahrzeuge sind allesamt von der Kfz-Steuer befreit.
 - [11.07.2006]





  
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