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 Auto-Lancia:

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Allgemeine Informationen zur Marke Lancia
Vincenzo Lancia wird am 24. August 1881 in Fobello geboren. Sein Vater plant für ihn eine Karriere als Rechtsanwalt, doch er interessiert sich weit mehr für Technik und beginnt im Alter von 17 Jahren eine Ausbildung zum Mechaniker. Bereits zwei Jahre später ist Vincenzo Lancia Chefinspekteur und Testfahrer bei Fiat. Seinen Beruf erfüllt er mit einer derart großen Leidenschaft, daß Fiat beschließt, ihn als Werksfahrer bei Autorennen einzusetzen. Er etabliert sich unter den besten Rennfahrern der Welt, kann aber nie den ganz großen Coup landen.

Am 29. November 1906 gründet er gemeinsam mit Claudio Fogolin Lancia & C. Fabbrica Automobili, wird deswegen 1908 von Fiat entlassen, bleibt aber interessanterweise bis zum Jahre 1910 auf deren Gehaltsliste. 1907 entsteht der erste Lancia-Prototyp, ein Jahr später wird auf der Turiner Autoausstellung der erste offizielle Lancia mit der Bezeichnung 12HP vorgestellt – bis 1919 werden alle Lancia-Modelle nach ihrer PS-Zahl benannt – und nach einer Änderung der Namenskonvention im Jahre 1919 in Alfa umbenannt. Alle Modelle, die zwischen 1919 und 1931 gefertigt werden, erhalten nämlich griechische Buchstaben, die Folgemodelle bis 1972 römische Straßennamen.

Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs macht Lancia als Innovator in Sachen Technik und Design von sich reden. Der Lambda, der erstmalig 1922 auf dem Pariser Autosalon vorgestellt wird, ist das erste Auto der Welt mit selbsttragender Karosserie. Viele weitere Entwicklungen und Patente, die beispielsweise in den Modellen Fulvia, Flavia und Stratos erstmals in den 60ern der Öffentlichkeit präsentiert werden, festigen den Ruf der Lancia-Ingenieure als technische Pioniere europäischer Automobilherstellung. Im Rennsport fahren die von Lancia konzipierten D23-, D24- und D25-Modelle der Konkurrenz zum Teil auf und davon. Bis 1954 ist Lancia fester und erfolgreicher Bestandteil der Rennsportwelt, trotzdem entscheidet man sich, das Engagement in diesem Segment zugunsten der Formel 1 aufzugeben, aus der man sich aber knapp ein Jahr später wieder zurückzieht.

Mitte der 60er weht für Lancia ein anderer Wind: Das Unternehmen wirtschaftet sich durch einen drastischen Verkaufsrückgang in die Verlustzone. Mehrere Automobilhersteller wollen sich Lancia einverleiben, 1969 erhält der Fiat-Konzern schließlich den Zuschlag. Die Lancia-Technik wird von Fiat anfänglich gar nicht, die Optik lediglich geringfügig verändert. Zeitgleich beginnt jedoch die Planung und Konzeption eines völlig neuen Lancia-Modells, des Lancia Betas, der heute zu den beliebtesten italienischen Sammlerfahrzeugen gehört.

Im Rennsport macht Lancia, insbesondere mit dem Stratos, wesentlich mehr von sich reden als durch PKW-Verkäufe: Bis zu seinem letzten Rennen 1978 konnte der Stratos insgesamt 82 Siege einfahren, davon 14 Weltmeisterschaftsrallyes, drei Europameisterschaften und drei Marken-Weltmeisterschaften. Diese Erfolgsstory wird auch in den 80ern und 90ern mit dem Montecarlo, dem Delta 4WD und dem Delta Integrale fortgesetzt und krönt die lange Rennsporttradition des Unternehmens mit den beiden erfolgreichsten Jahrzehnten der Firmengeschichte. Für Furore sorgt vor allem der Delta Integrale, der die Marken-Weltmeisterschaft fünfmal in Folge gewinnen kann!

Die 80er und 90er Jahre bescheren dem Markt eine ganze Reihe neuer Lancia-Modelle: Trevi, Thema, Delta S4, Y10 und Lancia Y sind Fahrzeuge, die die Tradition technischer Neuerungen in der Kleinwagen- und Kompaktklasse im Hause Lancia fortführen. Die aktuelle Modellpalette Lancias besteht aus dem Thesis und dem Phedra, die beide in fünf verschiedenen Motorvarianten erhältlich sind, dem Ypsilon, den es in sechs Motorvarianten gibt, und dem Musa, den Lancia in vier Varianten anbietet.
 - [11.07.2006]





  
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