In Detroit, Michigan, gründet Henry Ford im Jahre 1903 die Ford Motor Company. Ab 1908 wird dort das legendäre T-Model, die Tin Lizzy, produziert, die bis 1927 über 15 Millionen Mal verkauft wird. 1913 führt Ford als erster Automobilhersteller die Fließbandproduktion ein, und schon 1918 ist jedes zweite aller US-amerikanischen Autos ein T-Model. Am 18.08.1925 folgt die Gründung der Ford Motor Company AG in Berlin, doch das Werk schließt nur sechs Jahre später. Am neuen Standort Köln-Niehl läuft ab dem 04.05.1931 das A-Modell vom Band, zwischen 1933 und 1934 verdoppelt sich die Produktion. 1935 wird die Produktion des Ford Eifel aufgenommen, vier Jahre später kommt als dessen Weiterentwicklung der Taunus auf den Markt, der weltweit unter dem Spitznamen Buckel bekannt wird.
Während des zweiten Weltkriegs produzieren die amerikanischen Ford-Werke B-24-Bomber, Militärfahrzeuge und Flugzeugmotoren für das amerikanische Militär, während einige europäische Ford-Werke Fahrzeuge für die feindliche Wehrmacht anfertigen. Von den Bomben der Alliierten werden die Kölner Ford-Werke aber verschont.
Nach dem zweiten Weltkrieg werden alle deutschen Ford-Modelle bis 1967 mit den Bezeichnungen 12M, 15M, 17M (50er Jahre) und P3-P7 (60er Jahre) unter dem Namen Taunus verkauft. Taunus entwickelt sich in dieser Zeit zu einem Markennamen, zu einem Synonym für die Marke Ford; später wird nur noch ein bestimmtes Pkw-Modell so bezeichnet. Weitere bekannte Fahrzeuge der Taunus-Ära sind der 15M, bekannt unter dem Spitznamen Weltkugel-Taunus, der zwischen 1953 und 1960 gebaut wird, sowie der zwischen 1960 und 1964 hergestellte P3, damals liebevoll Badewanne genannt.
Anfang der 70er Jahre entstehen so bekannte Modelle wie der Ford Capri, der Transporter Transit und die Limousinen Escort, Fiesta und Granada. In den 80ern folgen Orion, Sierra und Scorpio, in den 90ern der kompakte Ford Ka, der Mondeo, die Großraumlimousine Galaxy und der Verkaufsschlager Focus. Die legendären amerikanischen Modelle GT, Mustang und Thunderbird sind hierzulande vor allem aus US-amerikanischen Spielfilmen der 60er und 70er Jahre bekannt.
Unter dem Dach der Ford Motor Company befinden sich heute die amerikanischen Automarken Lincoln und Mercury, der schwedische Hersteller Volvo Cars, die britischen Marken Aston Martin, Jaguar und der Geländewagen-Hersteller Land Rover sowie z. T. auch der japanische Autobauer Mazda. Ford beschäftigt weltweit etwa 335.000 Mitarbeiter und ist damit hinter General Motors zweitgrößter Autokonzern der Welt. In Deutschland firmiert das Unternehmen nach einer Umwandlung der Rechtsform seit 2004 als Ford Werke GmbH, zu seinen Produktionsstandorten zählen neben Köln, wo die Modelle Fiesta und Fusion gefertigt werden, die Städte Saarlouis (Focus) und Genk in Belgien (Mondeo).
Ford bietet heute eine große Fahrzeugpalette an, u. a. den Ka, den Roadster Streetka, das Erfolgsmodell Fiesta, dessen zehnmillionstes Exemplar 2001 in Köln vom Band lief, den Fusion, die auch als Kombi (Turnier) erhältlichen Modelle Focus und Mondeo, die Großraumlimousine Galaxy sowie die beiden Offroader Maverick und Ranger. Für den Transportbereich stehen die Modelle Tourneo Connect und Transit Tourneo zur Verfügung, auf letzterem basieren die Freizeitmodelle Transit Euroline und Transit Nugget. Der Sportwagen GT schließlich wird in einer streng limitierten Auflage hergestellt; in Europa wurden genau 101 Fahrzeuge verkauft.
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