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 Auto-Dacia:

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Allgemeine Informationen zur Marke Dacia
Die noch junge Geschichte des Automobilherstellers Dacia beginnt 1968 in Rumänien. Im Dacia-Werk beginnt man mit der Fertigung des Dacia 1100, eines auf Renault-R8-Basis gebauten Lizenzprodukts. Bereits ein Jahr später geht der Dacia 1300 in Produktion, ebenfalls ein Lizenzprodukt, diesmal jedoch auf Basis des Renault R 12. Zusätzlich werden relativ kleine Einheiten der Modelle Renault R18 und R20 aus CKD-Bausätzen hergestellt. Interessanterweise hat Dacia in den knapp 30 Jahren seiner Firmenexistenz bis jetzt über 2 Mio. Fahrzeuge produziert und sich dadurch das Image des rumänischen Volkswagen geschaffen.

Der Lizenzvertrag mit Renault wird nach nur 10 Jahren der Zusammenarbeit gekündigt, und Dacia beginnt ab 1978 mit dem Bau diverser Modelle, deren technische und optische Ähnlichkeit mit dem Renault 12 unübersehbar ist; die einzige Ausnahme bildet ein PickUp mit Heckantrieb. 1986 fällt mit dem Dacia 500 Lastun der Startschuss für eine neue Produktionsreihe in Timisoara. Doch die politische und wirtschaftliche Entwicklung Rumäniens steuert immer zielstrebiger auf eine Öffnung gen Westen zu und sorgt damit für eine Importwelle günstiger Gebrauchtwagen. Die Verkaufszahlen Dacias sinken zwangsläufig und die Produktion wird rückläufig. Diese Schwierigkeiten zwingen Dacia zu einem Umdenkprozess: In der Chefetage wird man sich klar darüber, dass man diese Krise nicht alleine bewältigen kann und beginnt sich nach einem geeigneten, technisch fortschrittlichen Partner umzusehen. Dieser wird letztendlich in PEUGEOT gefunden, aber die in die Wege geleitete Kooperation ist und bleibt relativ loser Natur. Erste Frucht der Zusammenarbeit von Dacia und PEUGEOT ist der 1995 erstmalig auf dem Markt präsentierte Dacia Nova, der zwar auf Basis einer PEUGEOT-309-Bodengruppe entsteht, jedoch immer noch einen alten OHV-Motor verwendet.

Gegen Ende der 90er ändert sich die Grundsituation Dacias erneut. Renault, der frühere Lizenzgeber, sieht in Dacia ein Entwicklungspotential und wird daraufhin Anteilseigner. Zwecks technischer Verbesserung wird der Dacia Nova mit OHC-Motoren von Renault umgerüstet. Es werden Dieselmodelle mit der Bezeichnung SuperNova eingeführt und nach einigen kosmetischen Veränderungen ab 2003 als Solenza verkauft.

Gegenwärtig ist Dacia eine zu 100n den Renault-Konzern integrierte Tochter. Die Dacia-Werke in Mioveni produzieren seit 2004 nur noch den Dacia Logan, einen Kleinwagen, der eigentlich eine komplette Renault-Eigenentwicklung ist und in Osteuropa für knapp über 5000 Euro verkauft wird. Seit September 2004 wird der Dacia Logan auch in Afrika und Südamerika zum Kauf angeboten. Inzwischen ist auch eine Version für den westeuropäischen Markt erhältlich, mit der Renault, bei einem Grundausstattungspreis von knapp unter 8000 Euro, allen Konkurrenten in diesem Segment den Preiskampf angesagt hat. Renault plant den Dacia Logan ab 2005 auch in Russland, Marokko und Kolumbien produzieren zu lassen. Für die ferne Zukunft hat man sogar noch den Iran, Indien und China als Produktionsstandort im Visier, dabei plant Renault innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Jahresproduktion von insgesamt 700.000 Einheiten. Der Solenza ist, außer dem Logan, noch der einzige PKW der Dacia-Modellpalette. Allerdings bietet man zusätzlich drei verschiedene Nutzfahrzeuge mit offener Ladefläche an: den PickUp, den Dropside – einen Zweisitzer mit umklappbaren Seitenwänden an der Ladefläche – und den DoubleCab mit 4-Personen-Kabine und etwas kleinerer Ladefläche. Die meisten Modelle basieren noch auf Dacia-Technologie und sind in Deutschland nur als Importautos erhältlich, neuere Modelle haben Renault-Dieselmotoren und verfügen über einen elektronisch zuschaltbaren Allradantrieb.
 - [11.07.2006]





  
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